Bergmolch
Ichthyosaura alpestris
© H.Krisp / WikiCommons

Lebensraum

Garten und Park
Wald
Feuchtgebiet
Gewässer

Erscheint gegen Ende Februar oft zur Laichzeit des Grasfrosches, dessen Eier Bergmolche mit Vorliebe fressen. Während der Balz im Wasser fächelt das Männchen mit seitlich eingeklapptem Schwanz dem Weibchen Duftstoffe zu. Dieses nimmt mit ihrer Kloake ein vom Männchen ausgesetztes, längliches Spermapaket auf. Nach wenigen Tagen werden 100-600 Eier einzeln in zuvor mit den Hinterfüßen zusammengefalteten Blättchen von Wasserpflanzen und Gräsern abgelegt. Larven mit Kiemenästen hinter dem Kopf, räuberisch. In kühlen Gewässern können Larven selten überwintern. Adulte Molche ebenfalls räuberisch, meist bis Juni im Wasser, später gerne im näheren Umfeld des Teichs an Land. Überwinterung in Erdspalten am Ufer und unter Falllaub-, Ast- und Steinhaufen.

Erkennungsmerkmale 
Ganze Unterseite leuchtend orange ohne dunkle Flecken. Weibchen mit dunkel marmoriertem Fleckenmuster, Männchen mit blaugrauer bis schwärzlicher Oberseite; weißliches, schwarz geflecktes Rumpf-Seitenband auch bei Weibchen.
Lebensraum 
Vorwiegend in stehenden Gewässern, kalkhaltigen Gewässern. Bei tiefem pH-Wert keine Fortpflanzung. In Wäldern, Rieden, Kulturland und Gärten, sofern Laichgewässer vorhanden. Anpassungsfähig.
Gefährdungsgrad
nicht gefährdet
Ähnliche Arten
Der Kammmolch kann vom Bergmolch gut durch einen gefleckten Bauch unterschieden werden. Der gelb-orange Bauch des Bergmolchs könnte mit dem Feuersalamander verwechselt werden, ein Bergmolch hat jedoch nie gelbe Flecken auf dem Rücken.
Maße 

Männchen bis 8 cm, Weibchen bis 12 cm.

Aktivitätszeit 
Ende Februar - Mitte Oktober
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Text wurde mit freundlicher Genehmigung vom Haupt Verlag aus dem Buch Stadtfauna übernommen. Cover StadtFauna-Buch
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Frischling. © Christian Bottlang / wildenachbarn.ch

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Der Vielfraß im Gartenteich

Bergmolche sind an einer Vielfalt von Gewässern anzutreffen, sie meiden jedoch, wie die meisten Amphibien, Gewässer mit Fischbestand. Besonders beliebt scheinen bei ihnen Gartenteiche zu sein. Große Dichten an Bergmolchen sind bei Gartenteichbesitzern nicht gern gesehen, da sie mit Vorlieben Froschlaich (besonders Grasfroschlaichballen) fressen. Dies ist ein natürlicher Kreislauf der Natur, der sich selbst reguliert. Meist überleben jedes Jahr ein paar Grasfrösche, die im nächsten Jahr ihre Eier wieder im Gartenteich ablegen. In naturnahen, größeren Gewässern in Waldnähe scheint der Grasfrosch konkurrenzstärker zu sein. Im Spätherbst oder Winter kann man Bergmolche häufig unter Totholz, Brettern und Steinplatten finden, wo sich die Nahrungsaufnahme im Herbst fortsetzen und danach überwintern.

Zeichen der Fortpflanzung

Die Molcheier werden einzeln an die Unterwasservegetation geklebt und sind so nur mit einem geübten, geduldigen Blick zu erkennen. Die Bergmolchlarven hingegen lassen sich im Frühsommer im Gartenteich gut beobachten. Sie besitzen, wie alle Molchlarven, äußerliche Kiemenbüschel, die auf beiden Seiten des Halses gut erkennbar sind.

© Piet Spaans / WikiCommons

Bergmolch-Larve mit sichtbaren Kiemenbüscheln

 

© teich-amphibien.de

Die Molcheier werden einzeln an der Unterwasservegetation befestigt.

 

Lebensraum Gartenteich

Bergmolche besiedeln erstaunlich schnell neue Gewässer, deren entstehenden Algenduft sie anscheinend riechen können. Sie profitieren besonders von neu angelegten, naturnahen Gartenteichen und Kleingewässern. Dabei ist zu beachten, dass diese Gewässer fischfrei gehalten werden. Der Bergmolch laicht gerne in pflanzenreichen Gewässern, kommt aber auch in pflanzenärmeren Teichen und Tümpeln gut zurecht. Das Gewässer sollte möglichst flache Ufer haben und nicht zu tief sein (50cm-1m).

Winterverstecke

Feuchte Versteckmöglichkeiten in der Nähe des Gewässers bieten den Molchen den nötigen Schutz vor Fressfeinden, dienen aber auch als Überwinterungsort. Als Versteckmöglichkeiten gelten Bretter, die am Boden liegen, Holzstapel oder auch Laub- und Asthaufen.

Gefahren 
  • Lebensraumverlust: Durch die Entwässerung und Verbauung von Gewässern werden wichtige Molchlebensräume zerstört.
  • Verschmutzung von Gewässer: Wie fast alle Amphibien, sind Bergmolche für eine erfolgreiche Fortpflanzung auf saubere Gewässer angewiesen. Einsatz von Fischen in bestehende Bergmolchteiche: Bergmolche meiden Gewässer mit Fischen, da diese Fressfeinde für die Molche und deren Larven darstellen.
  • Herbizide und Pestizide: Aufgrund ihrer dünnen und sehr durchlässigen Haut sind Amphibien besonders empfindlich auf Pestizide und Herbizide.

  • Straßenverkehr und Straßenschächte: Sogar auf ihrer relativ kurzen Wanderung an die Gewässer, ist die Überquerung der Straßen eine große Gefahr für die Bergmolche. Straßenschächte ohne Ausstieghilfen sind oft Todesfallen.

Beobachten im Tierpark

Bergmolche können im Naturama in Aarau oder im Zoo Zürich beobachtet werden.

Mehr Informationen 

 

 

 

 

Koordinationsstelle für Amphibien- und Reptilienschutz in der Schweiz www.karch.ch

Service
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Wilde Nachbarn
Träger und Partner
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