Alpensegler
Apus melba
© Jonathan Hornung / WikiCommons

Lebensraum

Gebäude
Überall

Der Alpensegler wird, ähnlich wie der etwas kleinere Mauersegler, oft mit Schwalben verwechselt. Im Gegensatz zu Schwalben ist der Alpensegler immer in der Luft, er sitzt nie auf Ästen oder Dächern. Ernährt sich von Insekten und Spinnen. Nahrungs- und Wasseraufnahme im Flug, auch Nistmaterial wird fliegend gesammelt. Monogam. Nistet in Höhlen und Nischen möglichst hoch oben an Gebäuden und Brücken, der Anflug muss hindernisfrei sein. Die Jungen sind sofort nach dem Ausfliegen selbstständig. Belegtes Höchstalter 26 Jahre. Übernachtet am Brutplatz oder an geschützten Stellen unter Vordächern, Felsvorsprüngen. Überwinterung in Afrika südlich der Sahara.

Erkennungsmerkmale 
Oberseite braun, Bauch und Kehle weiß, braunes Brustband. Leicht erkennbar am hellen Triller. Jungtiere: Weiße Federsäume, heller Flügelbug.
Lebensraum 
Städte, Dörfer mit hohen Gebäuden, hohe Brücken, Felswände im Wallis
Gefährdungsgrad
potenziell gefährdet
Ähnliche Arten
Der Alpensegler unterscheidet sich vom Mauersegler durch seinen weißen Bauch. Häufig wird der Alpensegler auch mit Schwalben verwechselt, im Gegensatz zu diesen befindet er sich allerdings immer im Flug und sitzt nie auf Ästen und Dächern.
Maße 

22 cm

Aktivitätszeit 
Alpensegler sind Zugvögel mit Winterquartier im tropischen Afrika. In der Schweiz sind sie ab Ende März bis etwa Ende Oktober anzutreffen.
Beobachtung eintragen
Text wurde mit freundlicher Genehmigung vom Haupt Verlag aus dem Buch Stadtfauna übernommen. Cover StadtFauna-Buch
1 Bilder geordnet nach
Alpensegler 
 1

Frischling. © Christian Bottlang / wildenachbarn.ch

Welche Bilder gefallen Ihnen besonders gut? 

Als registrierter Nutzer/in können Sie ausgewählten Galeriebildern ihre Stimme geben: Klicken Sie dafür auf das Eichhörnchen  unter dem Bild. Wird das Symbol rot, ist das Bild von Ihnen ausgewählt. Die Zahl neben dem Symbol verrät, wie viele Personen dieses Bild bereits markiert haben.

Noch nicht registriert? Registrieren Sie sich hier

 

Frühlingsboten

Die Alpensegler erreichen Mitteleuropa etwa einen Monat vor den Mauerseglern bereits Ende März und können im Herbst bis Ende Oktober beobachtet werden. Zu dieser Zeit haben sie den Luftraum über den Häusern für sich, da die Mauersegler bereits wieder abgereist sind. Der Ruf des Alpenseglers ist ein charakteristischer langgezogener Triller, der gegen Ende abfällt (Rufbeispiel auf der Webseite der Vogelwarte).

Kulturfolger

Der Alpensegler ist ursprünglich ein Felsenbrüter, der sich im Siedlungsraum sehr gut zurecht findet. An Gebäuden findet er zahlreiche Nistmöglichkeiten; besonders hohe Altbauten, wie zum Beispiel Kirchen, bieten geeignete Nistplätze. Der Alpensegler ist seltener als der Mauersegler, kann in der Schweiz aber über einen längeren Zeitraum beobachtet werden.

Beispiel eines Alpenseglernistkastens (© M.Blum / Naturschutzverein Zofingen)

 

Alpensegler schlafen beim Fliegen

 

Bestehende Brutplätze erhalten

Der Alpensegler nistet in dunklen Nischen und Winkel vorwiegend an älteren Gebäuden. Der Verschluss dieser Nischen und Winkel durch Renovationen ist problematisch, da der Alpensegler dadurch seine Nistplätze verliert. Bauarbeiten an Gebäuden mit bestehenden Nistplätzen sollten möglichst außerhalb der Brutzeit statt finden, denn oft sind die Nester der Alpensegler sehr gut versteckt und es besteht die Gefahr die Eier oder Jungvögel aus Versehen einzuschließen, oder das Brutpaar bei der Brut zu stören.

Neue Nistplätze schaffen

Alpensegler bevorzugen Hohlräume, in denen mehrere Paare nisten können, aber auch Nistplätze für ein einzelnes Paar werden akzeptiert. Wichtig beim Anbringen von Nistkästen ist allerdings, dass sich der Nistplatz auf mindestens 5 Meter Höhe befindet. Der Alpensegler bevorzugt einen Einflug von unten und benötigt ein Einflugsloch von mindestens 9 cm Durchmesser. Weitere Details zu Alpenseglernisthilfen sind in den Merkblättern des SVS/Birdlife enthalten.

Gefahren 
  • Bauliche Veränderungen und Renovationen: Die größte Gefahr für den Alpensegler in Mitteleuropa sind bauliche Veränderungen an ihren Nistplätzen. Die unscheinbaren Nester werden bei Renovationsarbeiten oder baulichen Veränderungen im Dachbereich meist unbemerkt verschlossen. Dies kann ohne großen Aufwand verhindert werden. Der Beizug eines Spezialisten ist zu empfehlen.
  • Versiegelung der Gebäudefassaden: Bei Renovationsarbeiten und wenn Gebäudefassaden wärmeisoliert werden, werden Fassadenhohlräume meist verschlossen. Damit wird die Anzahl der Nistmöglichkeiten für die Alpensegler stark reduziert.
Mehr Informationen 

Merkblätter des SVS/Birdlife:

Merkblätter für den Seglerschutz: Nr.1; Nr.2; Nr.3; Nr.4

Nistplätze für Mauer- und Alpensegler - Praktische Informationen rund um Baufragen; Autorin: Iris Scholl (erhältlich bei SVS/Birdlife)

Service
Betreut von SWILD
Wilde Nachbarn
Träger und Partner
Betreut von SWILD